2022

38 Frauen und 50 Kinder konnten wir im vergangenen Jahr in unserem Frauenhaus aufnehmen, über 160 Frauen mit 140 Kindern mussten wir trotz unseres seit 2020 erweiterten Platzangebotes ablehnen.
Auch landes- und bundesweit sind weiterhin nur wenige freie Frauenhausplätze zu finden.
Eine große Rolle spielt in diesem Zusammenhang die allgemeine Wohnungsnot. Etliche Frauen bleiben länger im Frauenhaus als es ihre persönliche Situation erfordert, da auch sie keine neue Wohnung finden. So erklärt es sich, dass wir trotz einer geringen Zahl neu aufgenommener Frauen fast ständig belegt waren.
Inhaltlich hat diese längere Verweildauer unsere Arbeit verändert. Neben der Krisenintervention sind längere Beratungsreihen mit den Bewohnerinnen möglich und Gruppenangebote wie gemeinsame Freibadbesuche bringen Abwechslung in den Alltag. Vor allem den Kindern merkt man allerdings an, dass sie aus der Sondersituation Frauenhausleben nach der akuten Krise wieder in ein ‚normales‘ Leben müssen. Dies war auch das Thema unseres Weihnachtsmarkthäuschens im Dezember 2022.
Wir würden uns daher über Wohnungsangebote freuen, alle weiteren Infos zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage www.frauenhaus-paderborn.de.
Weiterhin sind wir mit der Verbesserung der räumlichen Situation im Frauenhaus und auf dem Außengelände beschäftigt. Für den großen Sandkasten wurde eine Beschattung angeschafft und der Sitzplatz unter dem Pavillon konnte gepflastert werden. Hinzu kommt nun noch eine festmontierte Tischtennisplatte, um vor allem den älteren Kindern Beschäftigung zu ermöglichen. Im Keller entsteht in Zusammenarbeit mit unseren Hausmeisterinnen z.Zt. eine
Kinderwerkstatt. Diese Aufwertungen sind dank Ihrer Spenden und Mitgliedsbeiträge möglich.
Leider musste im letzten Jahr die für die Sommerferien geplante Ferienfreizeit coronabedingt abgesagt werden. Andere Aktivitäten wie größere Ausflüge und Übernachtungen im nahe gelegenen Naturfreundehaus wurden als Ersatz angeboten und von den Kindern gut angenommen. Unterstützt werden wir im Kinderbereich seit 2022 von einer Werkstudentin mit 13 Wochenstunden, ermöglicht durch eine Förderung der Stadt Paderborn im Rahmen der Jugendhilfe.
Wie im letzten Jahresbrief schon angekündigt, ging mit Christa Koch eine langjährige Kollegin aus dem Kinderbereich in den wohlverdienten Ruhestand. Frau Koch hatte bereits in den ersten Jahren die Frauenhausarbeit mitgeprägt und war nach einer beruflichen Pause nun seit 2001 ununterbrochen bei uns. Ihre Nachfolgerin Gaby Rüsing bringt viel Erfahrung aus der Kinder- und Jugendhilfe und der entsprechenden Elternarbeit mit. Im Mai verließ Norika Creuzmann, ebenfalls aus dem Kinderbereich, unser Team. Kurz nachdem wir noch zusammen ihr 30jähriges Dienstjubiläum gemeinsam feiern konnten, zog sie nach der Wahl in den NRW-Landtag ein und macht sich nun dort landespolitisch u.a. für die Interessen von Frauen und Kindern stark. Die Stelle von Frau Creuzmann konnten wir ‚aus eigenen Reihen‘ mit Erika Steinbeck besetzen. Frau Steinbeck hatte bis zu dem Zeitpunkt als Werkstudentin bei uns gearbeitet und gerade zeitlich passend ihr Studium der Erziehungswissenschaft abgeschlossen. Eine der beiden Teilzeit-Hausmeisterinnen verließ uns im Frühjahr. Die Stelle konnten wir leider erst im Oktober wieder besetzen. Nicole Ottensmeier unterstützt uns nun tatkräftig im Bereich der Hausmeisterei. Abschiede im Team hinterlassen immer auch Lücken, vor allem bei den langjährigen Kolleginnen. Andererseits machen sie den notwendigen Generationenwechsel möglich. Um fachlich weiterhin gut aufgestellt zu sein, wurden im letzten Jahr einige Fortbildungen besucht. Dabei ging es um Inhalte wie Fortbildung zur Kinderschutzfachkraft und zur zertifizierten Datenschutzbeauftragen, um Interkulturelle Kompetenz, um Sozialgesetze, um traumasensibles Arbeiten für nichtpädagogische Frauenhausmitarbeiterinnen, um praktische Fähigkeiten im Transporter-Fahrtraining und einiges mehr. Inzwischen haben sich die neueren Kolleginnen gut eingearbeitet und übernehmen natürlich auch Gremienarbeit und Öffentlichkeitsarbeit. In diesem Rahmen vertrat Frau Dürksen das Frauenhaus als Mitveranstalterin des Fachtags ‚Umgangsrecht & Häusliche Gewalt‘, der im November im Paderborner Rathaus stattfand und von Fachleuten aus den verschiedenen Berufsfeldern sehr gut besucht war. Viele Menschen haben uns im letzten Jahr unterstützt. Neben Geldspenden waren dies Aktionen wie ‚Kauf eins mehr‘ in Drogerie- und Supermärkten, sportliche Benefizveranstaltungen, die Weihnachtsaktion der Neuen Westfälischen, gute Kontakte zu Sachspender:innen (u.a. auch eine Boutique in Paderborn) und zu KiTa-Netzwerken. Mit dieser Unterstützung ist es uns möglich, unsere Frauen und Kinder mit Kleidung, Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu versorgen. Organisiert wird dies in erster Linie von unseren Hausmeisterinnen, die den Überblick haben, was wir tatsächlich benötigen und dies bei Spender:innen nach Terminabsprache abholen. So sind Kleiderkammer und Vorrat gepflegt und alles findet seine Verwendung. Uns Mitarbeiterinnen bedeuten diese vielfältigen Formen der Unterstützung sehr viel.

2023

Jahresbericht 2023
36 Frauen und 44 Kinder konnten wir im vergangenen Jahr in unserem Frauenhaus aufnehmen. Weitere 13 Kinder wohnten zwar nicht mit im Frauenhaus, wurden aber in die Arbeit mit ihren im Frauenhaus lebenden Müttern miteinbezogen.
Über 226 Frauen mit 208 Kindern konnten wir – fast ausschließlich aus Platzgründen - nicht aufnehmen. Die Zahl der Anfragen ist im Lauf des letzten Jahres wieder kontinuierlich gestiegen, obwohl schon im Internet unter www.frauen-info-netz.de zu sehen ist, ob wir freie Plätze haben.
Weiterhin sind wir mit Bewohnerinnen dringend auf Wohnungssuche, damit diese aus der Sondersituation Frauenhausalltag wieder in ein ‚eigenes‘ Leben ziehen können.
In diesem Zusammenhang hatte uns die Stadt Paderborn ein etwas entfernter gelegenes Gebäude als ‚Außenstelle‘ angeboten. Denkbar wäre gewesen, hier Frauen und Kinder, die nicht mehr so einen hohen Schutzbedarf haben, wohnen zu lassen. Allerdings hätte der Frauenhaus Paderborn e.V. dieses Gebäude anmieten und in Stand halten müssen. Hierzu sahen wir uns leider personell und finanzielle nicht in der Lage, so dass wir dieses Angebot abgelehnt haben.
Für unsere Bewohnerinnen konnten wir 2023 mit finanzieller Unterstützung durch die Gleichstellungsstelle Paderborn erstmals zusammen mit einer qualifizierten Trainerin Yoga anbieten. Dies wurde sehr gut angenommen und trägt merklich zur Erholung von der erlebten Gewalt bei. Für 2024 ist eine Fortsetzung dieses Angebots geplant.
Gut angenommen wird von unseren Bewohnerinnen unsere kleine hauseigene  Boutique, dass mit Unterstützung der Bewohnerinnen die Weitergabe Ihrer Sachspenden organisiert. Zweckgebundene Geldspenden ermöglichen es uns von Zeit zu Zeit, von den Bewohnerinnen gewünschte Unternehmungen wie z.B. Bowling oder Ausflüge zu gestalten. Ein Highlight war in diesem Zusammenhang auch unsere Weihnachtsfeier, die aus Platzgründen erstmals in die Räumlichkeiten einer Pfarrgemeinde ausgelagert wurde.
Im Kinderbereich konnte inzwischen unsere Kinderwerkstatt in Betrieb genommen werden. U.a. wurden dort auch die Weihnachtsgeschenke 2023 von den Kindern für ihre Mütter gestaltet. Eine weitere deutliche Aufwertung hat der Kinderbereich durch die seit dem Sommer 2023 zusätzliche Vollzeitstelle erfahren. Diese Stelle wird zu 2/3 vom Land NRW finanziert, die Restkosten hoffen wir von der Stadt Paderborn bezuschusst zu bekommen. Nur dann werden wir sie tatsächlich dauerhaft halten können. Die im Kinderbereich angesiedelte Stelle für eine Werkstudentin haben wir in diesem Zusammenhang aufgegeben. Ein weiterer Abschied auf Zeit entstand im Kinderbereich im Sommer, als wir für eine Kollegin auf Grund von Schwangerschaft ein generelles Beschäftigungsverbot aussprechen mussten. Leider war dies auf Grund des nötigen Mutterschutzes nicht anders möglich. Ein wichtiger Baustein unserer Arbeit ist es, die Räumlichkeiten für Frauen und Kinder so zu pflegen und in Stand zu halten, dass sich Schutz Suchende bei ihrem Einzug willkommen fühlen. Dies beinhaltet z.B. nach dem Auszug einer Familie kleinere Reparaturen vorzunehmen, und das freigewordene Zimmer wieder mit Bettwäsche, Handtüchern und einem Lebensmittelnotpakt auszustatten. Gerade bei Aufnahmen am Wochenende oder nachts ist es gut, wenn alles vorbereitet ist. Größere Reparaturen an Haus und Wohnungen werden i.d.R. von Fachbetrieben ausgeführt, die dabei von unseren Hausmeisterinnen begleitet werden. Um auch hier von den Erfahrungen anderer Frauenhäuser profitieren zu können, haben sich die Hausmeisterinnen inzwischen landesweit organisiert und treffen sich mehrmals jährlich. Bezüglich unserer Räumlichkeiten hat uns im vergangenen Jahr das Thema ‚Wasser‘ Sorgen bereitet. Ein undichtes Dach ließ Regenwasser von oben ins Haus, eine Wasserleitung auf dem Grundstück hatte ein Leck und sorgte für einige Zeit für eine ‚Quelle‘ in der Wiese und das weihnachtliche Hochwasser drückte in Form von gestiegenem Grundwasserspiegel durch die Bodenplatte in den Keller und musste an den Weihnachtsfeiertagen mit vereinten Kräften gebändigt werden. Im Zusammenhang mit fehlenden Frauenhausplätzen haben wir uns im vergangenen Jahr an der landesweiten Kampagne ‚Rauf die Plätze‘ ( https://raufdieplaetze.de/) beteiligt. Gestartet sind wir mit Einzelaktionen im Frühjahr in den verschiedenen Städten. Wir hatten vor dem Paderborner Rathaus einen Parcours mit den Hindernissen aufgebaut, auf die Frauen bei der Suche nach einem freien Frauenhausplatz stoßen. Fingerfood und ein Glücksrad sorgten für Kontakt zu interessierten Passantinnen und Passanten. Auf zwei Schwerpunktveranstaltungen in Bielefeld und Köln sowie einer Abschlusskundgebung vor dem Düsseldorfer Landtag wurde zusätzlich auf unser Anliegen aufmerksam gemacht. In Paderborn sorgten wir außerdem auf dem Weltkindertag und dem Weihnachtshäuschen sowie auf Einladung bei verschiedenen Gruppierungen dafür, dass das Thema Gewalt gegen Frauen sichtbar wird und bleibt und bekamen hier viel Zustimmung und (finanzielle) Unterstützung. Hierfür bedanken wir uns bei allen ganz herzlich. 

2024

Jahresbericht 2024
Das Jahr 2024 ist nun abgeschlossen und wir möchten die Gelegenheit nutzen, um Euch und Ihnen von den vergangenen Ereignissen und Entwicklungen im Frauenhaus Paderborn zu berichten.
Insgesamt konnten wir im vergangenen Jahr 44 Frauen und 75 Kinder in unserem
Frauenhaus aufnehmen und ihnen ein sicheres und geschütztes Umfeld bieten. Weitere 15 Kinder wohnten zwar nicht im Frauenhaus, wurden aber in die Arbeit mit ihren im Frauenhaus lebenden Müttern miteinbezogen. Wir durften uns zudem über die Geburt von zwei gesunden Babys freuen.
Ablehnen mussten wir in diesem Jahr überwiegend aus Platzmangel 222 Frauen und 202 Kinder.
Jahr für Jahr ist es uns ein großes Anliegen, den im Frauenhaus lebenden Frauen und Kindern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Durch pädagogische Angebote wie die alljährliche Ferienfreizeit an die Ostsee, unser Sommerfest im Garten oder die Weihnachtsfeier haben wir auch in diesem Jahr versucht, den Frauen und Kindern eine Freude zu machen und die Gemeinschaft zu fördern.
Mit einer internen Foto-Ausstellung unserer Hausmeisterinnen zum Internationalen Frauentag machten wir auf bedeutende Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart aufmerksam und schafften Inspirationen sowie interessante Gespräche.
Personell standen unverhoffte Veränderungen an, sodass wir zu Beginn des Jahres zwei unbesetzte Vertretungsstellen kompensieren mussten. Positiv zu verzeichnen ist, dass wir durch die neugewonnene Landesstelle aus 2023 unsere Kollegin Erika Steinbeck langfristig binden konnten. Der Fachkräftemangel machte sich auch bei uns bei der Besetzung der unbesetzten Stellen bemerkbar, sodass wir erst im August eine der Positionen erfolgreich mit Babette Büscher besetzen konnten. Nach ihrer Einarbeitung konnten wir zum Ende des Jahres eine weitere Kollegin finden, die im Januar einsteigen wird.
Trotz hoher Arbeitsbelastungen im Team konnten wir unsere Fachkompetenzen durch Fort- und Weiterbildungen festigen und verbessern. In diesem Jahr haben sich Kolleginnen unter anderem in den Bereichen Queerer Gewaltschutz, Leichte Sprache und traumasensible Arbeit mit Kindern weitergebildet.
Neben den pädagogischen Mitarbeiterinnen wurden auch unsere Hausmeisterinnen in ihrem Arbeitsbereich gefordert. Eine große Familie hinterließ ihre Wohnung leider renovierungsbedürftig, sodass diese über mehrere Wochen nicht belegt werden  onnte. Durch einen neuen Bodenbelag und frisch gestrichene Wände ist die Wohnung nun wieder ein Zuhause auf Zeit für zwei Familien.
Kommunal- und bundespolitisch war das Jahr 2024 wie zu erwarten ebenfalls ereignisreich:
Auf kommunaler Ebene konnten wir uns vor dem Abschied von Herrn Walter als Beigeordneter mit der Stadt auf eine Leistungsvereinbarung zur Absicherung unseres Frauenhaus-Projekts einigen.
Passend dazu wurden wir in den Sozialausschuss im Oktober eingeladen, um unsere Frauenhausarbeit vorzustellen und auf die noch immer prekäre bundesweite Platzsituation in Frauenhäusern aufmerksam zu machen.
Wir danken Herrn Walter ebenso wie Herrn Koch als Leiter des Sozialamts für viele gemeinsame Jahre der Zusammenarbeit. Beide stellten für uns wichtige Befürworter unseres Projekts sowie verlässliche Ansprechpartner bei der Stadt Paderborn dar.
Bundespolitisch machten wir uns gemeinsam mit der ZIF (Zentrale Informationsstelle autonomer Frauenhäuser) für die Kampagne Gewaltschutz kostet Geld und rettet  Leben:
Gewalthilfegesetz für alle Frauen - JETZT! stark. Ziel ist es weiterhin, langfristig allen gewaltbetroffenen Frauen einen kostenfreien und niederschwelligen Zugang zu Schutz und Unterstützung zu ermöglichen. Die Umsetzung eines solches Gesetzes wird weiterhin viel Zeit und Energie erfordern, weshalb wir motiviert und laut bleiben, bis unsere Forderungen realisiert werden!

2025

Jahresbericht für das Jahr 2025
Im Frauenhaus Paderborn lebten 2025 38 Frauen mit 40 Kindern. Weitere 17 Kinder, die selbst nicht mit im Frauenhaus wohnten, wurden in die Arbeit mit ihren Müttern einbezogen.
Die Ablehnungszahlen sind leider weiter gestiegen. 256 hilfesuchende Frauen konnten wir – überwiegend wegen Platzmangel nicht aufnehmen. Hiervon waren auch 238 Kinder betroffen.
Auch landes- und bundesweit sind immer nur wenige der ca. 8.000 deutschen
Frauenhausplätze frei, ca. 12.000 Plätze fehlen in Deutschland. Im Februar 2025 trat – nach fast 50 Jahren frauenpolitischer Arbeit – das Gewalthilfesetz in Kraft. Hiermit werden erstmals Bund und Länder gesetzlich verpflichtet, für ein flächendeckendes und bedarfsgerechtes Netz von Zufluchtsstätten und Beratungsangeboten zu sorgen. Ab Januar 2032 wird es für von Gewalt betroffene Frauen einen Rechtsanspruch auf kostenlosen Schutz und Beratung geben.
Hierfür ist jedoch noch ein enormer Ausbau der Angebote notwendig. Wo genau die neuen Plätze entstehen werden, wer letztendlich die Baukosten übernimmt und wieviel die Trägervereine selbst investieren müssen, ist noch nicht abschließend geklärt.
Für das Paderborner Frauenhaus steht noch immer die Sanierung aus. Eigentlich sollte sie mit Hilfe von Bundesmitteln, die von der Stadt Paderborn beantragt worden waren, durchgeführt werden. Leider kam jedoch im Frühjahr 2024 von der Bundesstelle ein Ablehnungsbescheid, da die Mittel aufbraucht seien. Seitdem ist unklar, in welchem Umfang und vor allem ab wann die Arbeiten durchgeführt werden können. Die Wohnungen der Frauen und Kinder müssen unbedingt umfassend saniert und renoviert werden, vor allem die Büros und der pädagogische Bereich für die Kinder sind im Winter viel zu kalt und verursachen hohe Heizkosten. Als wir 2020 zu Coronazeiten die Räumlichkeiten sehr kurzfristig übernehmen konnten, hat niemand mit diesen Verzögerungen gerechnet.

Neben diesen nicht so schönen Informationen gibt es aber auch angenehmes zu berichten. Einige Jubiläen haben uns feiern lassen. Im März begann es mit dem Dienstjubiläum von Antje Erdmann, die seit 25 Jahren als Sozialpädagogin unsere Bewohnerinnen berät, unterstützt und auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft begleitet. Mit einem Sommerfest haben wir in kleinem Kreis im Juli das 45jährige Bestehen unseres Frauenhauses gefeiert. Seit 40 Jahren prägt Martina Schubert als Mitarbeiterin mit großem Engagement die Arbeit des Frauenhauses Paderborn. Als Sozialarbeiterin hat sie zunächst mit Frauen und Kindern gearbeitet und ist inzwischen die Fachfrau für Verwaltung und Finanzen. Abgerundet wurden die Feierlichkeiten im Oktober vom 40jährigen Bestehen der Frauenberatungsstelle Lilith, die aus dem Frauenhaus heraus als eigenständiges ambulantes Beratungsangebot für von Gewalt betroffene Frauen gegründet wurde. Bereits im April diesen Jahren auf der turnusgemäßen Mitgliederversammlung gab es nach vielen Jahren der Kontinuität im Vorstand des Frauenhaus Paderborn e.V. Veränderungen. Katharina Mitlehner hatte bereits im Vorfeld nach 43 Jahren als Vorstandsfrau angekündigt, nicht noch einmal kandidieren zu wollen. Auch Lena Arndt, 27 Jahre als Vorstandsfrau dabei, kandidierte nicht mehr. Mit vielen ‚weißt du noch‘ wurden sie durch die aktiven Vereinsfrauen aus ihren Ämtern verabschiedet, beide bleiben uns als aktive Vereinsfrauen erhalten. Der aktuelle Vorstand des Frauenhaus Paderborn e.V. besteht nun aus Angelika Gerdes-Mühlbauer, Annabelle Gödde, Martina Schubert und Erika Steinbeck. Einen Wechsel ‚zurück‘ gab es im Team. Auch wenn wir interimsmäßig für die Elternzeit doch noch eine Vertretung gefunden hatten, freuen wir uns, dass Kinga Dürksen seit November im Team zurück ist. Somit sind z.Zt. alle Stellen unbefristet besetzt. Insgesamt 10 Kolleginnen auf 7,9 Vollzeitstellen sind für die pädagogische Arbeit mit den Bewohnerinnen und ihren Kindern, für die Instandhaltung der Räumlichkeiten und die Verwaltung zuständig. Zudem übernehmen sie, z.T. mit aktiven Vereinsfrauen zusammen, die regionale und überregionale Vernetzungsarbeit und die Öffentlichkeitsarbeit. Vor allem die ausstehende Sanierung und der nicht ausreichende bauliche Zustand der Räumlichkeiten binden seit vielen Monaten viel von unserer Kapazität und wir hoffen, dass es 2026 an dieser Stelle einfacher wird:
Ich habe gelernt, dass der Weg des Fortschritts weder kurz noch unbeschwerlich ist.
(Marie Curie, Physikerin & Chemikerin, 1867 – 1934)

Aktuell

 

 

Freie Plätze

Hier finden Sie freie Plätze in Frauenhäusern in NRW.

Kontakt

Die Adresse des Frauenhauses ist anonym. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer: 05254/9322366. Mehr Informationen finden Sie unter Kontakt.